Solide Grundlagen

Die Wirtschaftsleistung von Polen basiert auf vier soliden Grundlagen.

Die erste – und wichtigste – Grundlage ist der Prozess des Produktivitätszuwachses. Die reale Produktivität und die durchschnittlichen Arbeitskosten in Polen führen zu einem deutlichen Wettbewerbsvorteil für das Land als Standort von Produktionsaktivitäten. Das günstige Arbeits-Produktivitäts-Verhältnis ist bei neu errichteten Fabriken und Service-Zentren noch eklatanter.

Die zweite Grundlage ist das Humankapital des Landes. Der Anteil junger Menschen an der polnischen Gesamtbevölkerung ist wesentlich höher als in Westeuropa und der Alterungsprozess damit weitaus weniger fortgeschritten. Außerdem verfügt Polen über einen großen Pool an hochqualifizierten Arbeitskräften und eine der höchsten Quoten von Hochschulstudenten in Europa.

Die dritte Grundlage ist die Währung. Nach langen Jahren der Stabilisierungsmaßnahmen durch die vollständig unabhängige Zentralbank kann das Land nun mit einer Inflation von unter 3% aufwarten. Da das Produktivitätswachstum weitaus stabiler ist als bei den wichtigsten Handelspartnern Polens war die Währung in den vergangenen Jahren einem echtem Aufwertungsdruck ausgesetzt. Schließlich haben sich aufgrund der zunehmenden Kreditwürdigkeit und der Aussicht auf die Euro-Einführung die Zinssätze einem Niveau genähert, das weit über dem in Westeuropa liegt.

Zu guter Letzt ist die vierte Grundlage die EU-Mitgliedschaft. Als größter Vorteil des EU-Beitritts hat sich eine Vielzahl von Geschäftschancen erwiesen. Der weitläufige europäische Markt hat sich vollständig für polnische Produkte geöffnet, während gleichzeitig Investoren ins Land streben. Die zum Beitritt fällige Modernisierung des Rechts- und Regulierungssystems konnte das Image des Landes verbessern.

Schließlich werden die umfangreichen EU-Entwicklungsfonds, die für Polen nach dem 7-Jahres-Finanzplan der EU bereit gestellt werden, auch zur Lösung des Problems der veralteten Infrastruktur des Landes beitragen.