UEFA EURO 2012 Am 18. April 2007 hat das Exekutivkomitee der Vereinigung Europäischer Fußballverbände (UEFA) in Cardiff seine Entscheidung zur Ausrichtung der Endrunde der Fußball-Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine bekannt gegeben. Für viele gilt dies - nach den Olympischen Spielen und der Fußball-Weltmeisterschaft - als das drittgrößte Sportereignis der Welt

Bei den Endspielen der Fußball-Europameisterschaft geht es nicht nur um Fußball. Es wird geschätzt, dass die Organisation der UEFA EURO 2004-Endrunde in Portugal über eine Million Fußballfans ins Land gebracht hat. In den nachfolgenden Jahren konnte Portugal ein jährliches Wachstum von 5% im Tourismusbereich verzeichnen. Polen hat nun die Chancen für ein ähnliches Szenario. Eine Voraussetzung ist jedoch, dass das größte Investitionsprogramm in Polen seit dem Fall der Berliner Mauer durchgeführt wird.

Nach Schätzung von Wirtschaftswissenschaftlern können die mit der Ausrichtung der UEFA EURO 2012 in Polen verbundenen Investitionen zu einem zusätzlichen BIP-Wachstum von bis zu 1,5% in den Jahren 2009-2012 führen. Erwähnenswert ist, dass das BIP in Polen im Jahr 2006 um über 6 Prozentpunkte gestiegen ist.

Dieses wirtschaftliche Wachstum wird in erster Linie mit einer großen Zahl von Investitionsprojekten zusammenhängen, die in den nächsten Jahren in Polen durchgeführt werden und für die erfolgreiche Ausrichtung der Endrunde der UEFA EURO 2012 erforderlich sind. Polnische und ausländische Investoren können daher mit nie dagewesenen Aufträgen in Verbindung mit Infrastruktur- (Straßen, Schienen, Flughäfen, Stadien, Trainingslagern), Hotel-, Catering-, Verkehrs- und Werbeprojekten rechnen.

Von maßgeblicher Bedeutung vom Standpunkt der Investoren ist die finanzielle Förderung dieser Investitionsprojekte aus dem Staatshaushalt, den Budgets der Kommunalverwaltungen und dem Haushalt der Europäischen Union.

Auch bei der Zusammenarbeit mit öffentlichen Unternehmen, die für die Vorbereitungen der Endrunde der UEFA EURO 2012 unter öffentlich-privater Partnerschaft verantwortlich sind, eröffnen sich neue Möglichkeiten.

Um mit der Organisation der Endrunde der Fußball-Europameisterschaft 2012 verbundene Investitionsprojekte reibungsloser zu entwickeln, hat die polnische Regierung ein spezielles Gesetz verabschiedet. Mit dem Gesetz wurde eine eigene Kategorie für Investitionsprojekte ("EURO 2012 Unterfangen") eingeführt, deren Umsetzung durch eine erhebliche Verringerung der Wartezeiten bei administrativen Entscheidungen, die zur Fortführung der Investitionsprojekte erforderlich sind sowie merkliche Erleichterungen bei Standort- und Enteignungsverfahren deutlich vereinfacht wird.

Die folgenden polnischen Städte sind als Austragungsorte für die Endrunde der UEFA EURO 2012 vorgesehen: Poznań, Warszawa, Gdańsk und Wrocław, während Kraków und Chorzów auf der Reserveliste stehen.



Es wird davon ausgegangen, dass die mit der Ausrichtung der Endrunde der Fußball-Europameisterschaften 2012 verbundenen Investitionen in die Infrastruktur sich auf ca. EUR 25 Milliarden belaufen werden.

Investitionen in Städten, die Austragungsort der EURO 2012 sind, stellen nur einen Teil des Gesamtvolumens der in den kommenden Jahren in Polen durchzuführenden Projekte dar. Zur erfolgreichen Ausrichtung der EURO 2012 sind Trainingslager erforderlich, in denen die europäischen Nationalteams während des Turniers trainieren können.

Die Veranstaltung der EURO2012 in Stadien in Polen und der Ukraine bietet eine nie dagewesene Möglichkeit für Investoren, sich an diesem Projekt zu beteiligen, das erhebliche Vorteile für die öffentlichen Akteure, die als Auftraggeber von Investitionsprojekten auftreten, sowie für Investoren bietet, die als Entwickler fungieren.