Entwicklungen des Marktes - Strategien der Industrie
Glänzende Zeiten für die Stahlindustrie: Die Weltrohstahlproduktion ist 2007 auf 1,35 Milliarden Tonnen gestiegen. Und diese positive Entwicklung setzt sich trotz zunehmendem Kostendruck auf absehbare Zeit fort: Bis 2011 wird die Stahlnachfrage laut Wirtschaftsexperten auf rund 1,45 Milliarden Tonnen anwachsen. PwC geht mit der Analyse "Agenda Stahl 2020" einen Schritt weiter und präsentiert eine Prognose zur zukünftigen Entwicklung von Stahlverbrauch und -produktion bis zum Jahr 2020.
Durch den Boom mehren sich die Herausforderungen. Konsolidierung, steigende Rohstoff- und Energiepreise, die Richtlinien der Europäischen Union zum Emissionshandel sowie die Internationalisierung des Marktes setzen die Stahlbranche unter Druck. Die Analyse "Agenda Stahl 2020" beantwortet zentrale Fragen:
- Wohin bewegt sich der Markt?
- Wer sind die größten Nutznießer des Stahlbooms?
- Und nicht zuletzt: Mit welchen Strategien können Unternehmen auf die heutigen und künftigen Entwicklungen reagieren?
Stahlmarkt 2020 - China bleibt Spitzenproduzent
"Auch für die nächsten Jahre rechnen wir mit einer Fortsetzung des Stahlbooms. Wir vermuten, dass bis zum Jahr 2020 die globale Stahlproduktion von 1,35 Milliarden Tonnen auf 2,3 Milliarden Tonnen wachsen wird. Damit geht das bisherige jährliche Wachstum in diesem Bereich voraussichtlich auf 4,3% zurück.", erläutert Pierre Mangers, Strategieberater und Branchenexperte und Autor der Studie. Zum Vergleich: 2007 legte die Stahlproduktion zum Vorjahr noch um 8,3% zu. Zuwächse bei den Marktanteilen verzeichnen neben China auch die Nachfolgestaaten der UdSSR, Brasilien und Indien. Europa wird mit einem Anteil von 10 Prozent zweitgrößter Stahlproduzent bleiben, so die PwC-Studie.
Grafik entnommen aus: Quo vadis, Stahl? Cui bono? Agenda Stahl 2020, PwC, 2008
Werkstoff Stahl - Wachsende Nachfrage
Stahl bleibt auch in Zukunft ein weltweit gefragter Werkstoff, der Chancen für lohnenswerte Investitionen bietet. Allerdings wird sich das Wachstum mittelfristig auf 4,6 % pro Jahr abschwächen. Bis 2020 dürfte der Stahlverbrauch global auf 2,2 Milliarden Tonnen steigen. Der Stahlverbrauch wird demnach besonders in China, Indien und dem Nahen Osten zunehmen. Demgegenüber konsolidiert sich der Stahlverbrauch in Europa und Nordamerika: Der Anteil der EU-27 geht von 16% auf 10% und jener der NAFTA von 12% auf 7% zurück.
Quo vadis Stahl? Cui Bono?
"Die Rohstofflieferanten und der Branchenprimus werden die größten Nutznießer des wachsenden Stahlmarkts sein. Die Nachfrage steigt - so gehen wir nach wie vor davon aus, dass die Rohstoffnotierungen auch künftig hoch bleiben werden. Zusätzlich werden auch die OEM von den prognostizierten Entwicklung profitieren können."
Pierre Mangers, Strategieberater bei PricewaterhouseCoopers (PwC) Luxemburg und Stahlexperte in der PwC Global Metals Practice
Gerne stellen wir Ihnen die "Agenda Stahl 2020" in einem persönlichen Gespräch vor. Stahlexperte Pierre Mangers steht Ihnen für eine erste Kontaktaufnahme zur Verfügung.