“A World of Difference – 10th Annual Utilities Global Survey”

Neueste PwC Studie belegt:
Tiefgreifende Veränderungen in der Energiewirtschaft und bei der
Stromversorgung stehen bevor


Der Energieversorgungssektor steht vor weiteren tief greifenden Veränderungen. Zu diesem Ergebnis kommt die jüngste Erhebung von PricewaterhouseCoopers unter 118 Führungskräften der Energiewirtschaft in 37 Ländern der Welt: Einerseits wird sich die technologische Landschaft maßgeblich ändern und andererseits wird der gesamte Energiesektor eine modifizierte Struktur erhalten.

„Die Änderungen, die uns in diesem Bereich erwarten, bedingen eine ganze Reihe von technologischen Innovationen. Aufgrund des stetig steigenden Drucks durch den Klimawandel und das Verlangen nach Versorgungssicherheit, ist die Zeit reif für eine Verbreiterung und Erweiterung der Stromerzeugungstechnologien“, analysiert Bernhard Haider, Partner bei PwC Österreich, die Ergebnisse der Studie. „Das Bewusstsein der Führungskräfte hat sich innerhalb von 12 Monaten bemerkenswert geändert; der Wettbewerb in den umweltfreundlichen Sektoren wird mit Sicherheit
enorm“, so Erwin Smole, Senior Manager bei PwC Österreich, weiter.

Völlig neue Einschätzung zu den Arten der Stromerzeugung

Mit den neuen Möglichkeiten der Stromerzeugung sind die Erwartungen gestiegen: Ob Wind- oder Solarenergie, Erdwärme, Kraft-Wärme-Kopplung oder andere Arten der dezentralen Energiegewinnung – sie alle werden in den kommenden zehn Jahren großen Einfluss auf die Strommärkte und die Unternehmen haben. Innerhalb eines Jahres hat sich unter den Befragten die Zahl derer verdoppelt, die annehmen, dass die dezentrale Energieerzeugung die größte Auswirkung auf den Markt haben wird: Von 24% im Jahr 2007 auf 49% im Jahr 2008. Bemerkenswert: 54% der Befragten erachten Solarenergie als wichtig und rechnen künftig mit einem noch höheren Einfluss dieser Technologie; 2007 teilten diese Ansicht nur 20%.


Mehr Direktinvestitionen sowie neue Player am Energiesektor

Binnen 12 Monaten hat sich die Situation merklich geändert: Waren 2007 zur selben Zeit nur gut ein Drittel (33%) zu vorgezogenen Direktinvestitionen bereit, so fassen diesen Schritt 2008 bereits mehr als die Hälfte der Führungskräfte (51%) ins Auge. Abgesehen von diesen Entwicklungen sieht sich die Branche insgesamt großen Herausforderungen gegenüber: Bei der Sicherung von Erdgasvorkommen, um den Energiebedarf bei Gas zu sichern, befindet man sich in starkem Wettbewerb mit den Ölmultis. Zusätzlich sind auch staatliche Öl- und Gasgesellschaften bestrebt, ihre Kontrolle über bestimmte Assets auszuweiten oder auch wieder zurück zu gewinnen.


Insgesamt wird die Bedrohung seitens der Öl- und Gasgesellschaften, die auf den Energieversorgungssektor drängen, höher eingestuft als 2007. Erstmals werden heuer auch Industrieunternehmen als Bedrohung erkannt, die wegen ihres hohen Energiebedarfs eine eigene Stromerzeugung errichten. In ähnlichem Ausmaß, wie Unternehmen ihren Strom selbst herstellen könnten, ist die Konkurrenzangst vor anderen Energieversorgungsunternehmen vorhanden. „Wir können diese Tendenz bereits an österreichischen Unternehmen erkennen, die international mit Eigenerzeugung sehr erfolgreich vorankommen“, berichtet Smole.

Trotz effizienterer Technologien bleibt die Reduktion von Treibhausgasen ein Problem

Die neue PwC utilities global survey hebt hervor, dass die Technologie selbst eine

tragende Rolle im Strukturwandel des Energiesektors spielen wird. Am Beispiel von „carbon capture and storage (CSS)“ wird deutlich, dass die Technologie nicht nur Kraftwerke, sondern auch Minen und Erdöl- bzw. Erdgaslagerstätten betrifft. Bei dieser Methode, der sog. CO2-Sequestierung, zur Verringerung der CO2-Emission, wird CO2 aus einem Kraftwerksprozess abgeschieden und anschließend zur Speicherung in geologische Strukturen umgeleitet.

Trotz neuer Technologien bremst der Report die Erwartung einer raschen Reduktion von Treibhausgasen: Die befragten Stromversorger glauben, dass nukleare und erneuerbare Energieerzeugung am ehesten zur Eindämmung der Treibhausgasemissionen beitragen können – wobei die Nuklearenergie in der Meinung der Experten knapp in Führung liegt.

Laut den Befragten wird Kohle auch in Zukunft einer der Hauptenergieträger bleiben und beim Thema Brennstoffmix zur Stromerzeugung noch an Bedeutung gewinnen. Für die Vorhersage des Treibhausgasausstoßes sind daher sowohl die Technologien zur CO2 Sequestierung, als auch die Anzahl der saubereren gasbetriebenen Kraftwerke als Ersatz für weniger saubere Kohlekraftwerke von großer Bedeutung.

Regulierungsmaßnahmen haben Einfluss auf Unternehmensentscheidungen

Regulatorische Entwicklungen werden in den nächsten Jahren verstärkt Auswirkungen auf die Positionierungen der Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette haben. Vorrangig ist das in Europa der Fall, jedoch auch zunehmend in den anderen Regionen der Welt. 48% der Unternehmen gehen davon aus, dass sie sich innerhalb der nächsten 10 Jahre aufgrund von Regulierungsmaßnahmen international neu positionieren werden, 42% wollen auch ihre Position innerhalb der Wertschöpfungskette überdenken. Bisher lagen diese Werte bei 38% bzw. 28%.


Energieeffizienz – Klimaziele nur mit substanzieller Reduktion des Energieverbrauchs erreichbar


Unternehmen investieren derzeit in die Steigerung der eigenen Effizienz und in Effizienzsteigerungsmaßnahmen der Endverbraucher. Jedoch gehen 59% der Unternehmen davon aus, dass die Regierungen hier eine stärkere Vorreiterrolle übernehmen sollen. Wirtschaftliche Signale aber auch höhere Energiepreise werden von der Branche als Schlüssel zur Reduktion der CO2 Emissionen sowie Energieeffizienz gesehen.

Den „utilities global survey“ und einen Podcast finden Sie kostenlos zum Download unter www.pwc.com/energy

Download: 9. Mai 2008: Neueste PwC Studie belegt: Tiefgreifende Veränderungen in der Energiewirtschaft und bei der Stromversorgung stehen bevor (149 KB)

Ansprechpartner
Berhard Haider
Partner
Tel:  +43 1 501 88-2900
Erwin Smole
Senior Manager
Tel:  +43 1 501 88-2928
Sabine Müllauer-Ohev Ami
Leitung Business Development, Marketing & Communication
Tel:  +43 1 501 88-5100

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