Neue PwC Studie: „Global Sourcing: Shifting Strategies – A Survey of Retail and Consumer Companies“
Globale Beschaffung und Einkauf immer beliebter – Risiken liegen in der Kostenanalyse und der Produktqualität
(Wien, 11. Juni 2008) Unternehmen im Handel und in der Konsumgüterindustrie setzen verstärkt auf globale Beschaffung. Eine aktuelle Studie von PricewaterhouseCoopers belegt, dass es für viele Unternehmen oft noch unklar, ist wie viel genau eingespart werden kann oder auch wie groß das Risiko in Bezug auf die Qualität der Produkte ist.
Unternehmen ist das Einsparpotenzial von Global Sourcing nicht immer bekannt
Kosten einzusparen, ist der Hauptgrund für Unternehmen, um auf Global Sourcing zu setzen. Trotzdem ist 21 % der befragten Unternehmen unklar, wie hoch das Einsparungspotenzial tatsächlich ist. Auffallend ist, dass von den 60 befragten Unternehmen im Handel und in der Konsumgüterindustrie ein Viertel nicht weiß, wie viel sie tatsächlich eingespart haben. Befragt wurden Unternehmen aus Australien, Kanada, China, Frankreich, Deutschland, Indien, Großbritannien und den USA, von denen 44 % jedes Jahr Produkte im Wert von USD 500 Mio. global beziehen und 27 % davon sogar im Wert von über mehr als USD 1 Mrd. Die Studie belegt, dass trotz den immer größeren Beliebtheit von Global Sourcing, die elementaren Basics für einige Unternehmen eine Herausforderung darstellen.
Rund ein Drittel der befragten Unternehmen haben keinen formalen Prozess zur Überprüfung der globalen Beschaffungsvorgänge installiert. Die befragten Unternehmen messen die Kosten, die einfach zu erfassen sind, wie Aufwendungen für Transport und Logistik, für Zölle, für Lagerung und für Währungsrisiken. Andere, schwer messbare Kosten sind Compliance Kosten, Qualitätskosten und Kosten betreffend fehlende Lagerbestände.
Global Sourcing ist dynamisch und wächst stetig um 10 % an
Für die Befragten ist Global Sourcing ein dynamischer und stetig wachsender Prozess. Nahezu die Hälfte weist in den vergangenen fünf Jahren aufgrund von Global Sourcing eine Wachstumsrate von 10 % auf, und vier von zehn Projekten sollen in den nächsten fünf Jahren sogar eine Wachstumsrate von mehr als 10 % erfahren. Die Studie zeigt des Weiteren, dass sich China zur Beschaffung von Gütern für 83 % der Befragten auf Platz eins befindet, gefolgt von Indien mit 58 %.
68 % der Befragten nennen die Produktsicherheit als größte Gefährdung
Während Global Sourcing signifikante Vorteile mit sich bringen kann, birgt der internationale Einkauf auch Gefahren. Hinsichtlich der Gefahrenpotenziale sehen 68 % der Befragten die Gewährleistung der Produktqualität als eines der größten Risiken, gefolgt von Wirtschaftskriminalität, Korruption oder Geldwäsche, die mit 61 % das zweitgrößte Risikopotenzial für die Befragten darstellen. Nachhaltigkeit wird ebenfalls ein immer wichtigeres Thema: In diesem Zusammenhang nennen 41 % der Befragten den Klimawandel als ein weiteres wesentliches Risiko.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Global Sourcing aufgrund des weltweiten Wettbewerbs zwingend genutzt werden sollte. Langfristig müssen Unternehmen ihre Organisationsstrukturen und Prozesse anpassen, um Kosteneinsparung zu maximieren und die Risiken zu minimieren“, erklärt Lino Casalino, Advisory Leader Global Retail and Consumer von PricewaterhouseCoopers, Kanada.
Die Studie mit weiteren Handlungsempfehlungen finden Sie kostenlos zum Download unter www.pwc.com/at/publikationen
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