Tax Newsletter: Stärkung der privaten Altersvorsorge

Aufgrund der demographischen Entwicklung in Österreich wird eine weitere Stärkung der dritten Säule des Pensionssystems erforderlich.

Die dritte Säule des Pensionssystems ist neben der staatlichen (1. Säule) und betrieblichen (2. Säule) Pension, die staatlichgeförderte private Zukunftsvorsorge. Diese wurde im Jahr 2003 eingeführt.

Die Zukunftsvorsorge wird derzeit von Rentenversicherungen und Pensionsinvestmentfonds angeboten. Künftig könnten auch Mitarbeitervorsorgekassen dieses Produkt anbieten.

Die Einzahlungen werden durch eine staatliche Prämie begünstigt. Diese beträgt im Jahr max. EUR 2.000,--. Im Falle der Verrentung ist für die prämienbegünstigten Beiträge, sowohl für die Veranlagungsphase (keine Kapitalertragsteuer) als auch für die Zeit der Rentenauszahlung, Steuerfreiheit vorgesehen. D.h. auch die Pensionen für die begünstigten Beiträge sind steuerfrei.

Diese bereits bestehenden Begünstigungen sollen nunmehr weiter verstärkt werden.

So soll die Möglichkeit eines Einmalerlages im Ausmaß bis zum Fünffachen der prämienbegünstigten jährlichen Einzahlungen geschaffen werden. Das wären im Jahr 2005 EUR 10.000,--. Dieser Vorauszahlungsbetrag wäre jeweils mit den höchstmöglichen begünstigten Einzahlungen für das laufende Kalenderjahr und die unmittelbar folgenden Kalenderjahre gegenzurechnen.

Weiters könnte die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge künftig auch ohne Kapitalgarantie angeboten werden. Bei Verzicht auf Kapitalgarantie erhöht sich die Rendite zwischen einem halben und mehr als einem Prozent. Bei Vereinbarung eines Garantieverzichts würde sich die Mindestlaufzeit geplanterweise auf fünfzehn Jahre verlängern.

Geplant ist in späterer Folge eine niedrigere Aktienquote in der Zukunftsvorsorge, was dem Pensionsvorsorgegedanken durchaus entspricht. Der Aktienanteil beträgt derzeit 40%.

Seit 1. Mai darf ein Teil dieses Aktienanteils der Zukunftsvorsorge bereits an den Börsen von sieben der zehn neuen EU-Länder investiert werden.

Verfasser: Gabriela Fertl

22. Juli 2005

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