Mit zunehmender Internationalisierung steigt auch das Ausmaß der finanziellen Risiken, deren Komplexität und damit die Bedeutung einer aktiven Risikosteuerung. Die Finanzmärkte entwickeln hierfür ständig neue Instrumente. Gleichzeitig stellen diese Instrumente hohe Anforderungen an die unternehmensinternen Abläufe, um nicht selbst zu einem Risiko zu werden. Die Aufgabe der Geschäftsleitung ist es, die Rahmenbedingungen für den Umgang mit Risiken aus Finanzgeschäften festzulegen.
Hinzu kommt noch, dass der Finanzdienstleistungssektor sich immer neuen Herausforderungen gegenüber sieht. Sei es durch Anforderungen seitens der Aufsichtsbehörden (z.B. Basel II, Solvency II), der Investoren oder der eigenen Geschäftsführung. In jedem Fall wird von Unternehmen ein adäquates Risikomanagement verlangt, welches sowohl Marktrisiken und Kreditrisiken als auch operationelle und strategische Risiken umfasst.
Der langfristige Erfolg eines Unternehmens hängt entscheidend von einem funktionsfähigen Risikomanagement ab. Dafür muss ausgehend von strategischen Entscheidungen (Risikoneigung) der Zusammenhang zwischen Chancen und Risiken analysiert, zusammengefasst, gesteuert und entsprechend den aufsichtsrechtlichen Anforderungen mit Eigenkapital unterlegt werden.