PwC-Studie „Global Technology M&A Insights“

Internationaler Markt für Technologieunternehmen wächst trotz Kreditkrise weiter


Um 24 % mehr Mergers und Akquisitionen als im Vorjahr, und ein Anstieg im Gesamtvolumen der Deals von nicht weniger als 44 %: Die Kreditkrise hat der quirligen Aktivität auf dem internationalen Markt für Technologie-M&As 2007 keinen Abbruch getan. Das zeigt „Global Technology M&A Insights“, eine neue Studie von PricewaterhouseCoopers (PwC), die heute der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Getrieben wurde das Wachstum vor allem von der gesteigerten Nachfrage nach umfassenden und integrativen IT-Lösungen.

Auch im ersten Quartal 2008 setzte der Trend sich fort. „Deals wie die mögliche Übernahme von Yahoo durch Microsoft zeigen, dass das Thema M&A die Führungsetagen im Technologiesektor weiterhin beschäftigt“, erklärt Bernd Hofmann. Der M&A-Spezialist leitet bei PwC Österreich den Bereich „Technology, Information, Communication & Entertainment. Hofmann weiter: „Das rauere wirtschaftliche Klima wird für Firmen mit hoher Liquidität auch 2008 viele Gelegenheiten zu Akquisitionen bieten.“

Ganz spurlos zieht die Kreditkrise aber auch am internationalen Technologiemarkt nicht vorüber. Die PwC-Studie zeigt, dass die Anzahl an Megadeals mit einem Volumen von mehr als EUR 1 Mrd. 2007 vergleichsweise wenig angestiegen ist – dies ist auf die ungewisse Lage der internationalen Finanzmärkte zurückzuführen. Die starke Steigerung der Marktaktivitäten von 2006 auf 2007 verdankt sich indessen vor allem dem mittleren Marktsegment mit Dealvolumen zwischen EUR 10 und 250 Mio.

Hinsichtlich der Finanzierung dürften finanzstarke strategische Investoren in 2008 an Bedeutung gewinnen. Dennoch sollte auch zukünftig die Bedeutung von Private Equity Investoren nicht unterschätzt werden, wie die Akquisition der britischen Northgate durch KKR um USD 1 Mrd. erst neulich unterstrich.

„Global Technology M&A Insights“ bietet über die Analyse der globalen Trends hinaus auch eine Aufschlüsselung der Entwicklungen nach Weltregionen. Hier zeigt sich, dass vor allem Asien, mit dem Zugpferd Indien, rasant in den internationalen Markt vordringt. Während sich das Volumen der asiatischen Einkäufe in Europa 2007 verdreifachte, stieg es in Nordamerika im gleichen Zeitraum um das Zehnfache an. Auch innerhalb Asiens stieg das Dealvolumen immerhin um 73 % an.

In Nordamerika nahmen die Transaktionen von europäischen Käufern um 20 % zu, die nordamerikanischen Käufer senkten hingegen ihre Anzahl an Transaktionen in Europa um 40 %. "Der schwache Dollarkurs macht Europa zu einem teuren Pflaster", erklärt Bernd Hofmann weiter.

Getrieben wurde der internationale Markt für Technologie-M&A 2007 vor allem im Öffentlichen Sektor, im Finanzsektor sowie im Gesundheitsbereich. Besonders Applikationen aus den Bereichen Telematik, Business Intelligence und Ablaufautomatisierung waren gefragt. Für 2008 sieht die PwC-Studie ein Anhalten der Konsolidierungstendenzen auf dem Software-Sektor voraus. „Besonders Prozessautomatisierungslösungen für den Finanz- und Rundfunksektor werden Investitionen anziehen“, so Bernd Hofmann abschließend.

Studie: M&A Insights - Analysis & opinions on global M&A activity 2008 M&A Insights - Analysis & opinions on global M&A activity 2008 (1.040 KB)

Download: 15. April 2008 PwC-Studie „Global Technology M&A Insights“ (61 KB)

Ansprechpartner
Bernd Hofmann
Partner
Tel:  +43 1 501 88-3332
Fax:  +43 1 501 88-654
Sabine Müllauer-Ohev Ami
Leitung Business Development, Marketing & Communication
Tel:  +43 1 501 88-5100

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