Private Banking : Das Kompetenzzentrum stärken und Luxemburg für einen neuen vermögenden Kundenstamm attraktiv machen

Pressemitteilung, 20. März 2008

PwC erörtert in einem Bericht die Notwendigkeit einer Neupositionierung des luxemburgischen Private Banking, um bis 2015 weiterhin den Status eines führenden Marktteilnehmers zu wahren.

Wie lässt sich das Private Banking im Großherzogtum auf internationaler Ebene positionieren? Welche wesentlichen Produkte und Dienstleistungen stellen eine dauerhafte Weiterentwicklung sicher? Wie werden neue Kunden gezielt angesprochen und angezogen? Diese Fragen werden von PricewaterhouseCoopers im Bericht über die Positionierung des Private Banking in Luxemburg von 2012-2015 erörtert. Dieser Bericht ist das Ergebnis von Workshops, die zwischen September und November 2007 durchgeführt wurden und an denen etwa dreißig luxemburger Private Banker und andere Akteure des Finanzplatzes, beispielsweise die ABBL, die CSSF, das Finanzministerium, Gewerbetreibende des Finanzsektors und Mitglieder der Universität von Luxemburg, teilgenommen haben.

Unser Ziel bestand darin, als Vermittler tätig zu werden, erläuterte Philippe Sergiel, Partner bei PwC Luxemburg. In diesen Workshops sollten die Private Banker ihre Ansichten über die Möglichkeiten austauschen können, die für die Weiterentwicklung der Wettbewerbsfähigkeit des Private Banking in Luxemburg zu berücksichtigen sind. Wir wollten die Überlegungen aus unserer in 2006 durchgeführten Studie, die sich auf die Positionierung der luxemburgischen Tochtergesellschaften innerhalb ihrer Gruppe konzentrierte, nutzen und eine echte Perspektive für dieses Geschäftsfeld entwickeln.

Die weltweiten Zahlen zeugen von einem starken Wachstum des Marktes in Kontinentaleuropa, Osteuropa und in anderen sehr vermögenden Regionen der Welt in den kommenden Jahren.
Luxemburg dürfte von diesem Wachstum profitieren, aber die Private Banker sind sich der Tatsache bewusst, dass das Großherzogtum über ein jährliches Wachstum im zweistelligen Bereich verfügen und 1000 Milliarden Euro an Vermögenswerten, die bis 2015 verwaltet werden, erreichen muss, um weiterhin ein führender Akteur auf weltweiter Ebene zu bleiben“, führte Philippe Sergiel weiter aus.

Um dieses Ziel zu erreichen, stellt der Bericht drei Alternativen dar, die von den Akteuren des Finanzplatzes identifiziert wurden.
Zunächst muss Luxemburg als Kompetenzzentrum für den Private Banking Bereich anerkannt sein. Dies setzt bei allen Akteuren die Weiterentwicklung spezifischer Fachkenntnisse in der Vermögensberatung, kontinuierlich innovative Dienstleistungen und die Einstellung weiterer Fachkräfte voraus.

Die Banker sehen die Notwendigkeit, die Kunden sowohl anhand der Herkunft als auch nach beruflicher und sozialer Stellung zu unterscheiden. Die Idee besteht darin, sich eher auf die Kunden mit einem Vermögen von mehr als 20 Millionen Euro an Vermögenswerten und auf die erste Vermögensgeneration zu konzentrieren.

Es handelt sich eindeutig um neue Kunden, die von den Bankern angesprochen werden, d.h. Unternehmer oder Führungskräfte, die sowohl im Hinblick auf die Verwaltung ihres Vermögens als auch an Aspekten wie Rente, Nachfolgeregelung, Immobilienvermögen oder ähnlichem interessiert sind“, erläutert Gian Marco Magrini.

Die dritte Entwicklungslinie, die im Rahmen des Berichts angesprochen wurde: Die Positionierung des luxemburgischen Unternehmens innerhalb der Gruppe.

Die Akteure vertreten die Ansicht, dass in Luxemburg aus sich heraus eine positive Spirale entsteht und eine bessere Kooperation der Akteure ermöglicht wird, wenn mindestens die Hälfte der luxemburgischen Unternehmen bis 2015 innerhalb der Gruppe Verantwortung auf europäischer und internationaler Ebene im Rahmen des Private Banking Geschäfts übernehmen, führte Gian Marco Magrini weiter aus. Dies wird die Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes auf internationaler Ebene stärken".

Über diese drei Alternativen hinaus besteht das neue aus dem Bericht resultierende Element in dem Willen der Akteure, bestimmte Investitionen gemeinsam zu tätigen, damit der gesamte Finanzplatz davon profitiert: Regelmäßigere Positionierungsstudien, Analysen und Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen, Einführung einer zertifizierten Fortbildung, die auf internationaler Ebene für diese Tätigkeit anerkannt wird, Beibehaltung konkurrenzfähiger Regularien, spezifisches Branding, Infrastrukturen für den Bankensektor und globale Infrastruktur (Flughafen, etc.).

Anstrengungen müssen gemeinsam angegangen, Produkte und Dienstleistungen angeboten werden, die als Aushängeschild für den Platz insgesamt dienen und im Ausland bekannt gemacht werden, erläuterte Philippe Sergiel abschließend. Die einzige Möglichkeit für Luxemburg, ein führender Akteur zu bleiben, besteht in der Verstärkung der Synergien zwischen dem Private Banking und anderen Berufszweigen des Finanzsektors. Die Verständigung über diese Vision, die Ausarbeitung eines Handlungsplans und die Kenntnis der Prioritäten zeigen, dass sich die Banker auf die Ereignisse nach 2012 vorbereiten und dass über die individuelle Interessenlage hinaus ein gemeinsamer Wille am Finanzplatz besteht".

Der Bericht von PricewaterhouseCoopers "Opportunities and Competitive Re-positioning of Luxembourg Private Banking by 2012-2015: Developing a recognized centre of excellence for new generation wealthy clients" steht unter folgender Adresse zur Verfügung: www.pwc.com/lu


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