Aktuelle Studie erhebt das konkrete Ausmaß des Potenzials mit bis zu rund 7.300 MWel
Die erste KWK-Potenzialstudie Österreichs wurde von E-Brigde Consulting unter der Leitung von Dipl. Ing. Erwin Smole, mittlerweile bei PricewaterhouseCoopers beschäftigt, in Zusammenarbeit mit dem Technischen Büro Dr. Theissing in Graz, dem Studiengang Infrastrukturwirtschaft der Fachhochschule Kapfenberg und dem Institut für Elektrizitätswirtschaft und Energieinnovation der Technischen Universität Graz erstellt.
Auftraggeber waren das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, die Industriellenvereinigung, der Verband der Elektrizitätsunternehmen Österreichs und die Wirtschaftskammer Österreich.
Konkret ergibt die Studie ein technisch noch realisierbares Potenzial für KWK in Österreich von insgesamt 7.353,3 MWel (Megawatt elektrischer Leistung) bei dezentralen bzw. 4.478,4 MWel bei öffentlichen Anlagen. Bereits bisher konnten durch den Bau von KWK pro Jahr rund 330.000 Tonnen CO2 reduziert werden – ein Wert, der durch Ausschöpfung der nun erhobenen Potenziale noch kräftig ansteigen könnte. Allerdings besteht für eine offensive Realisierung der Potenziale derzeit noch eine Reihe von praktischen und regulatorischen Hindernissen. „Deshalb können die Studienergebnisse nicht 1:1 als kurzfristig realisierbares Ziel betrachtet werden“ warnt Studienautor Erwin Smole von PricewaterhouseCoopers.
„Die Steigerung der Energie-Effizienz ist eines der wichtigsten Zukunftsthemen für die heimische Energiewirtschaft“, erläutert Bundesminister Martin Bartenstein auch im Namen der anderen Auftraggeber der Studie. „Die Studie ist deshalb so wichtig für uns, da wir nun erstmals ein klares Bild über die technischen Möglichkeiten von KWK erhalten haben. Die Ergebnisse bestätigen uns in der Einschätzung, dass KWK einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und damit zur Erreichung des Kyotoziels leisten können.“
Anlass für die Erstellung der hochkomplexen Studie war die in der KWK-Richtlinie der EU enthaltene Verpflichtung für die Mitgliedstaaten, ihre technischen Potenziale für hocheffiziente KWK zu erheben und allfällige Realisierungs-Hindernisse zu analysieren.